Donnerstag, 07.07.2011
Bei Schmerzen unbedingt eine Laufpause einlegen
"Die meisten Blessuren erleiden Laufanfänger im 1. Jahr ihres regelmäßigen Trainings", so der Orthopäde und Sportmediziner Dr. Jürgen Danner. Beim 3. Laufseminar zur Vorbereitung auf den MZ-Landkreislauf standen in den Regensburg Arcaden die kleinen Wehwehchen, größere Lauf-Verletzungen und vor allem ihre Behandlung auf der Tagesordnung. "Bei Schmerzen in jeden Fall pausieren!", betonten Danners Orthopädenkollegen Dr. Helmut Biller und Dr. Ulrich Graeff.
„Eine leichte Zerrung zum Beispiel hindert nicht wirklich beim Laufen, ist aber unter Umständen recht lästig“, erklärte Dr. Danner. Vorsicht sei geboten, um den Muskel nicht weiter zu schädigen und einen Muskelfaserriss zu riskieren. In seinem Vortrag „Wenn´s hinten zwickt und vorne beißt…“ hatte der Facharzt für Sport- und Rehabilitationsmedizin viele Beispiele zusammengetragen, wie man einen Muskelkater vermeidet, erste Anzeichen möglicher Überlastung erkennt und überhaupt beim Laufen genauer in seinen Körper hineinhorcht. „Wer aufpasst, kann kleinere und größere Verletzungen weitgehend vermeiden.“
Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen nichts nutzen, hatten die Orthopäden und Sportärzte Dr. Helmut Biller und Dr. Ulrich Graeff im Anschluss wichtige Ratschläge parat. Der Vortrag „Überlastungsschäden im Laufsport“ handelte von Verletzungen, die unter Umständen mehrwöchige Pausen erfordern und damit das Aus für den Landkreislauf bedeuten würden. Muskel- oder Sehnenrisse, Brüche, Entzündungen oder Meniskusprobleme können solche Ursachen sein und „müssen in jedem Fall ärztlich behandelt werden“, sagte Dr. Graeff. Er kenne genügend Patienten, die zu spät kompetente ärztliche Hilfe gesucht haben und dann zu kämpfen hatten, das Problem in den Griff zu bekommen.




