Donnerstag, 30.06.2011
"Laufanfänger trainieren oft zu intensiv"
"Dauer und Intensität des Ausdauertrainings müssen stimmen!" Das betonte beim 2. Laufseminar in den Regensburg Arcaden der Sportmediziner Detlef Hirsch von der Medicus GmbH. Trainieren gerade Anfänger zu intensiv, bringen sie ihren Körper leicht in einen gefährlichen Sauerstoffmangel.
Unter dem Titel „Training mit Köpfchen – Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, Trainingssteuerung“ legte Hirsch dar, dass gutes Training mit der Analyse der individuellen Leistungsfähigkeit beginnt. Nur daraus lassen sich genaue Daten für eine Planung eines effektiven Trainings gewinnen, die dann immer wieder überprüft und nachjustiert werden müssen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Detlef Hirsch hatte ein paar praktische Tipps für ein ordentliches Ausdauertraining parat. Allen, die es genau wissen wollen, empfahl er, beim Sportmediziner die individuelle Leistungsfähigkeit exakt testen zu lassen. Daraus lasse sich dann ein optimal zugeschnittener Trainingsplan ableiten.
Kai Kriebel, Orthopädiemechaniker-Meister beim Sanitätshaus Sempervital, stellte verschieden Hilfsmittel vor. "Gut zu Fuß", so sein Vortragsthema, sei man mit individuell auf den Fuß und den Laufschuh angepassten Einlagen. Mit ihnen sei Laufsport trotz Fußfehlstellungen gut möglich.
Ihre Forsetzung findet die Vortragsreihe am Mittwoch, 6. Juni, 18 Uhr, ebenfalls in den Regensburg Arcaden.
Thema ist, wie sich der Laufwillig vor kleinen und großen Wehwehchen schützen kann und welche Maßnahmen zu treffen sind, wenn es richtig zwickt.
Dr. Jürgen Danner kennt die kleinen Wehwehchen und setzt sich mit ihnen unter dem Motto „Wenn´s hinten zwickt und vorne beißt…“ auseinander. Der Facharzt für Sport- und Rehabilitationsmedizin hat viele Beispiele zusammengetragen, wie man einen Muskelkater vermeidet, erste Anzeichen möglicher Überlastung erkennt und überhaupt beim Laufen genauer in seinen Körper hineinhorcht. „Wer aufpasst, kann kleinere und größere Verletzungen weitgehend vermeiden.“
Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen nichts nutzen, haben die Orthopäden und Sportärzte Dr. Helmut Biller und Dr. Ulrich Graeff im Anschluss wichtige Ratschläge parat. Der Vortrag „Überlastungsschäden im Laufsport“ handelt von Verletzungen, die unter Umständen mehrwöchige Pausen erfordern und damit das Aus für den Landkreislauf bedeuten würden. Muskel- oder Sehnenrisse, Brüche, Entzündungen oder Meniskusprobleme können solche Ursachen sein und „müssen in jedem Fall ärztlich behandelt werden“, sagt Dr. Graeff.



