Freitag, 17.06.2011

Richtiges Training macht Laufen zur Lust

Regensburger OrthopädenGemeinschaft gibt wertvolle Tipps zum Landkreislauf / Start der Vortragsreihe ist am 22. Juni in den Regensburg Arcaden

Die Tipps der Regensburger OrthopädenGemeinschaft helfen beim gesunden und richtigen Training.

Die Premiere im letzten Jahr war ein großer Erfolg, über 1500 Teilnehmer zählte der erste Staffellauf durch den nordöstlichen Landkreis Regensburg. Am 17. September startet die zweite Auflage des Landkreislaufes in Großberg. Organisiert von der Mittelbayerischen Zeitung sind wiederum zehn Etappen zu bewältigen, immerhin bis zu zehn Kilometer pro Staffelläufer. Die Strecken sind recht bergig, die Wege zum Großteil unbefestigt und damit eine Herausforderung für alle Sportlerinnen und Sportler.

Nicht nur deshalb raten die Mitglieder der Regensburger OrthopädenGemeinschaft zu einer sorgfältigen Vorbereitung auf das Sportereignis, theoretisch wie praktisch. „Wer ein paar Begriffe aus der Trainingslehre und der Medizin kennengelernt hat, kann sich gezielter vorbereiten und schont seinen Körper“, erklärt Dr. Christian Merkl. Der Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin ist selbst Marathonläufer und startet am Mittwoch, 22. Juni, um 18 Uhr den ersten Theorieabend in den Regensburg Arcaden. In seinem Vortrag zum Thema „Ausdauertraining richtig gemacht – die Vorteile des Ausdauersports und seine präventive Wirkung“ konzentriert er sich zunächst auf die positiven Veränderungen im Körper. „Ausdauertraining bewirkt eine Abnahme der Herzfrequenz in Ruhe wie unter Belastung, was nachweislich eine geringere Gefährdung für koronare Herzerkrankungen bedeutet.“ Das Herz ist aber nicht das einzige Organ, das nach Dr. Merkl Laufen liebt. Ausdauersportler sind auch besser gegen Stress und schlechte Blutfettwerte gefeit, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wer viel rennt, muss viel essen und trinken, wäre eine logische Schlussfolgerung. „Im Prinzip richtig“, bestätigt Susanne Langgartner. Aber: auch hier müssen Menge und Zusammensetzung stimmen. Die Diplom-Ökotrophologin hat mit der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) einen Vortrag unter dem Motto „Ein voller Bauch läuft nicht gern – richtig essen und trinken vor und während des Laufens“ zusammengestellt. Darin erklärt sie, wie man Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße und Spurenelemente so mischt, dass im Idealfall der Körper leistungsfähiger wird und gleichzeitig die Fettpölsterchen schwinden.

Wer Ausdauersport betreibt, bleibt nicht von kleinen Blessuren verschont. „Eine leichte Zerrung zum Beispiel hindert nicht wirklich beim Laufen, ist aber unter Umständen recht lästig.“ Dr. Jürgen Danner kennt viele solcher kleinen Wehwehchen und setzt sich am Mittwoch, 6. Juli, wiederum um 18 Uhr in den Regensburg Arcaden, mit ihnen unter dem Motto „Wenn´s hinten zwickt und vorne beißt…“ auseinander. Der Facharzt für Sport- und Rehabilitationsmedizin hat viele Beispiele zusammengetragen, wie man einen Muskelkater vermeidet, erste Anzeichen möglicher Überlastung erkennt und überhaupt beim Laufen genauer in seinen Körper hineinhorcht. „Wer aufpasst, kann kleinere und größere Verletzungen weitgehend vermeiden.“

Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen nichts nutzen, haben die Orthopäden und Sportärzte Dr. Helmut Biller und Dr. Ulrich Graeff im Anschluss wichtige Ratschläge parat. Der Vortrag „Überlastungsschäden im Laufsport“ handelt von Verletzungen, die unter Umständen mehrwöchige Pausen erfordern und damit das Aus für den Landkreislauf bedeuten würden. Muskel- oder Sehnenrisse, Brüche, Entzündungen oder Meniskusprobleme können solche Ursachen sein und „müssen in jedem Fall ärztlich behandelt werden“, sagt Dr. Graeff. Er kennt genügend Patienten, die zu spät kompetente ärztliche Hilfe gesucht haben und dann zu kämpfen hatten, das Problem in den Griff zu bekommen. 

So interessant die Theorie sein mag, erst durch das Laufen gewinnt sie an Bedeutung. Damit niemand alleine mit eventuell auftretenden Problemen dasteht, begleiten die Mitglieder der Regensburger OrthopädenGemeinschaft interessierte Läuferinnen und Läufer auf den einzelnen Etappen der Landkreisrunde. Am Freitag, 15. Juli, startet die erste Trainingseinheit, die weiteren folgen in den Wochen darauf jeweils am Mittwoch. Bis zum 17. September sind alle Etappen abgelaufen, und die Teilnehmer an den Trainingseinheiten dann bestens für das Lauferlebnis gerüstet.

 

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