Stoßwelle

Stoßwellen sind hörbare, energiereiche Schallwellen. Vor etwa 30 Jahren setzten Ärzte sie erstmals in der medizinischen Behandlung ein, um Nierensteine aufzulösen. Mittlerweile werden auch viele orthopädische Krankheitsbilder mit Stoßwellen behandelt, wie zum Beispiel Tennisarm oder Kalkschulter.

Unsere Praxis führt diese Behandlung seit 1996 durch und hat im Frühjahr 2011 ein Stoßwellengerät der neuesten Generation angeschafft. Damit können wir eine große Bandbreite an Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates erfolgreich behandeln.

Obwohl der Erfolg der Stoßwellenbehandlung heute allgemein anerkannt ist, werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen bislang nicht übernommen. Bei den meisten privaten Kassen ist die Kostenerstattung dagegen üblich.

Mehr Informationen zur Stoßwellentherapie finden Sie in unserem Flyer.

Wirkung

Stoßwellen regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Die energiereichen Druckwellen werden mit einem Stoßwellengerät erzeugt und direkt auf die schmerzende Stelle übertragen. Dort verbessern sie die Durchblutung und den Stoffwechsel. Der Körper bildet neue Blutgefäße und schüttet Wachstumsfaktoren aus.
Dies führt dazu, dass sich der Heilungsprozess beschleunigt: Verkalkungen werden schneller abtransportiert und das Gewebe heilt schneller.

Erzeugt werden die Stoßwellen entweder mit einem Kompressor (sogenannte radiale Stoßwelle) oder über Ultraschall (sogenannte fokussierte Stoßwelle). Ob radiale oder fokussierte Stoßwellen zum Einsatz kommen, hängt vom Krankheitsbild ab. Sitzt der Punkt, der den Schmerz verursacht, tief im Gewebe, lässt er sich am besten mit fokussierten Stoßwellen erreichen. Befindet sich die schmerzende Stelle dagegen mehr an der Oberfläche, genügt in der Regel eine Therapie mit radialen Stoßwellen.
Oft ist es am erfolgversprechendsten, beide Arten zu kombinieren. So wird beispielsweise eine Verdickung der Achillessehne erst mit fokussierter Stoßwelle beseitigt. Anschließend streicht der Arzt die Wadenmuskeln, die an der Entstehung der Verdickung beteiligt sind, mit radialen Stoßwellen aus. Das gleiche Prinzip empfiehlt sich bei der Behandlung von Fersensporn, Tennis- und Golferellbogen.

In unserer Praxis verfügen wir seit Frühjahr 2011 über ein hochmodernes Stoßwellengerät, das diese gezielte kombinierte Behandlungsmethode ermöglicht.

Anwendungsgebiete

In der Orthopädie hat sich die Stoßwellentherapie vor allem bei folgenden Krankheitsbildern bewährt:

› Pseudoarthrosen (nicht heilende Knochenbrüche)
› Kalkeinlagerungen an der Schulter
› Tennisarm und Golferellbogen
› Verdickungen der Achillessehne
› Chronische Schmerzen in Rücken, Nacken und Schultern
› Fersensporn
› Triggerpunkte
› Arthrose am Kniegelenk
› Patellaspitzensyndrom

Behandlung

Wie läuft eine Stoßwellenbehandlung ab?

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist, dass die Stoßwelle genau auf die schmerzende Stelle gerichtet wird.
Deshalb beginnt jede Therapiesitzung damit, dass der Orthopäde diesen Punkt durch Tasten lokalisiert. Danach trägt er ein Gel auf die Haut auf, das dafür sorgt, dass beim Übertragen der Stoßwelle in den Körper keine Energie verloren geht. Über den Therapiekopf leitet der Arzt dann die Stoßwelle an den Punkt, an dem der größte Schmerz sitzt.
Die Behandlung ist für den Patienten nicht ganz schmerzfrei, aber gut erträglich. Um sicher zu wissen, ob er den richtigen Punkt getroffen hat, braucht der Arzt die Rückmeldung des Patienten. Deshalb findet die Behandlung in der Regel ohne örtliche Betäubung statt.
Eine Therapiesitzung dauert ungefähr zehn Minuten. Dabei werden rund 2.000 Stoßwellen übertragen. Im Anschluss lassen die Schmerzen schnell nach. Sollte das Gewebe mit Reizungen reagieren, kann der Arzt entzündungshemmende Medikamente verordnen.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Meist reichen drei Sitzungen, die jeweils im Abstand von zwei Wochen stattfinden, um die Beschwerden erheblich zu lindern. Falls der Patient sechs Wochen nach der letzten Behandlung noch Schmerzen hat, können ein oder zwei weitere Sitzungen Abhilfe schaffen.