Therapie

Akupunkturtherapie

Akupunktur

Im Mittelpunkt dieses Medizinsystems steht die Lebensenergie „Qi“, die auf Organen zugeordneten Leitbahnen (Meridianen) durch den Körper verläuft. Auch die Funktionen innerer Organe wie Atmung, Verdauung der Nahrung, Körperabwehr sowie Muskelbewegungen werden von der Lebensenergie hervorgebracht.

Durch Anstechen der auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte werden Störungen im Kreislauf behoben und der Energiefluss beeinflusst. Bei der Behandlung verbleiben die Nadeln 20 bis 30 Minuten an den Akupunkturpunkten, um ihre heilende Wirkung zu entfalten.

Chirotherapie

Chirotherapie

Chirotherapie dient der Aufhebung von, meist schmerzhaften, Funktionsstörungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der Extremitäten. Die Beweglichkeit von blockierten Gelenken wird dabei wiederhergestellt.

Bei der Chirotherapie unterscheidet man in drei Behandlungstechniken. Bei der Weichteiltechnik wird Druck auf verspannte Muskelgruppen ausgeübt. Für die Mobilisationstechnik werden häufig wiederholte Dehnbewegungen angewandt. Mit der Manipulationstechnik wird eine kurze ruckartige Bewegung ausgeführt, die einen starken Reiz auf das gestörte Gelenk und auf die Nervenenden ausübt.

Orthopädische technische Hilfsmittel

Fußscanner

Der Orthopäde verordnet technische Hilfsmittel, wie sogenannte Orthesen (z.B. Schienen, Korsetts), Einlagen, orthopädische Schuhe oder Prothesen als Gliedmaßenersatzstücke. Moderne Geräte wie Scanner zur Beurteilung der Fußdeformität helfen bei der optimalen Erstellung von Maßeinlagen.

Kinesio-Tape

Kinesio-Tape

Das im Leistungssport schon seit Jahren beliebte Therapiekonzept des Kinesio Taping findet auch in der Schmerztherapie immer größeren Anklang.

Das Kinesiotape wurde von Dr. Kenzo Kase in Japan entwickelt und besteht aus sehr dehnbarem, selbstklebendem Gewebe. Abhängig von der Klebetechnik kann eine spannungssteigernde oder spannungssenkende Wirkung der Muskulatur erzielt und damit verschiedene Beschwerdebilder wie Verspannungen, Rückenschmerzen oder Sportverletzungen behandelt werden.

Durch die hohe Elastizität wird die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt, sondern unterstützt. Im Gegensatz zum klassischen Taping, bei dem die Muskulatur weitgehend ruhig gestellt wird, müssen geschonte Muskeln nach der Therapie nicht wieder neu aufgebaut werden.

Medikamente und therapeutische Lokalanästhesie

Medikamente werden in der Orthopädie vor allem zur Bekämpfung von Schmerzen, Entzündungen und Infektionen eingesetzt oder zur Verbesserung des Knochen- und Knorpelstoffwechsels. Neben der oralen Einnahme werden Schmerzmittel häufig auch als gezielte Injektionen an den schmerzauslösenden Ort, z.B. in verspannte Muskeln oder in ein Gelenk, verabreicht.

Physikalische Therapie

Die Physikalische Therapie richtet sich an den Funktions- und Bewegungseinschränkungen des Patienten aus. Durch den Einsatz von physikalischen Methoden wie Wärme, Gleichstrom oder Wasseranwendungen werden Schmerzen behandelt.

Bei der Physikalischen Therapie wird in aktive und passive Maßnahmen unterschieden. Zum passiven Behandlungsspektrum gehören Elektrotherapie, Balneotherapie oder Hydrotherapie. Aktive Methoden, bei denen der Patient "mithelfen" muss, beinhalten unter anderem Krankengymnastik, Ergotherapie oder Atemübungen. 

Verbandstechniken

Verbandstechniken

Bei vielen orthopädischen Erkrankungen sind Ruhigstellung und Entlastung notwendig, was durch bestimmte Lagerungs- und Verbandstechniken möglich wird. Hierzu gehören elastische Bandagen genauso wie feste Verbände mit Gips oder Kunststoffen. Durch Streckverbände werden Zugkräfte angelegt, z.B. um gebrochene Knochen in der richtigen Position zu fixieren (Extensionsbehandlung).